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Conrad von Soest Gymnasium

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Naturschutzpreis 2020 - 2x Convos

Convos-Schüler werden für nachhaltige Projekte ausgezeichnet

Der diesjährige Naturschutzpreis der Bezirksregierung Arnsberg war unter dem Motto „Vorfahrt für die Nachhaltigkeit“ ausgeschrieben. Der Aufruf zur Teilnahme richtete sich ausdrücklich an Schüler*innen und an Schulen, die sich mit Projekten bewerben konnten, die eine erkennbare und konkrete Auseinandersetzung mit der Thematik eines schonenden und ressourcenschonenden Umgangs mit unserer Umwelt deutlich machen.
Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat zusammen mit einer Jury, die sowohl mit Expert*innen der Bezirksregierung Arnsberg als auch des ehrenamtlichen Naturschutzes besetzt war, die Gewinner*innen ausgewählt.

Kriterien waren dabei die vorbildliche Schaffung eines Bewusstseins für den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen, der Schutz von Klima und Umwelt und das Engagement vor Ort. Trotz Corona-Krise sind qualitativ sehr gute Wettbewerbsbeiträge bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht worden. Mit der Auszeichnung sollen weitere Schulen aber auch Schüler*innen motiviert werden, Nachhaltigkeit zu einem festen Lernbaustein zu machen.

Für Regierungspräsident Hans Josef Vogel ist das Engagement von Schüler*innen für den Naturschutz ein Zukunftssignal: „Viele junge Leute bei „fridays for future“ setzen sich verantwortungsbewusst für einen nachhaltigen und zukunftsorientierten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ein. Die Nachhaltigkeitsprojekte aus den unterschiedlichen Schulen des Regierungsbezirkes beim diesjährigen Naturschutzpreis machen dies sichtbar und zeigen, dass Jugendliche ihr Umweltbewusstsein unmittelbar zu ihrer persönlichen Sache machen. Allen Preisträger*innen herzlichen Glückwunsch.“

Der seit 2009 durch die Bezirksregierung Arnsberg vergebene Naturschutzpreis wird in diesem Jahr zum 8. Mal verliehen. Insgesamt konnten Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben werden. Die sonst übliche Preisverleihung im Rahmen einer festlichen Veranstaltung muss in diesem Jahr, bedingt durch die Corona-Pandemie leider entfallen.

Mit gleich zwei ausgezeichneten Projekten ist das Conrad von Soest Gymnasium vertreten. 

Ein Renaturierungsprojekt am Hattroper Soestbach, das die Schüler Elias Räker und Lars Kemper begleiten und in seinen Auswirkungen analysieren und beschreiben, wird mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro gewürdigt. In dem Projekt werden die Auswirkungen der Renaturierung eines Teilabschnittes des Soestbaches auf den gesamten Bach dargestellt und der Zustand des Gewässers vor und nach der Renaturierung verglichen. Aspekte des Klimawandels wie Starkregenereignisse werden berücksichtigt.
Im Rahmen der Renaturierung wurden Bereiche mit unterschiedlichen Strömungsmustern, abwechslungsreiche Tiefenvarianzen, die Anlage breiter Uferstreifen (mindestens 20 m) und das Einbringen einer abwechslungsreichen Uferstruktur durch zum Beispiel Totholz oder größeren Steinen vorgenommen.
Die Schüler haben an mehreren Stellen Wasserproben sowie an einer Stelle Bodenproben genommen und diese analysiert. Um Aussagen über die Fischfauna zu erhalten, wurde mit Beteiligung der Schüler eine Elektrobefischung durch den örtlichen Naturschutzverein, die ABU (Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz), durchgeführt. Alle durchgeführten Maßnahmen haben sich positiv auf das Bach-Ökosystem ausgewirkt.


Die gewonnenen Ergebnisse wurden abschließend mit der zuständigen Wasserbehörde diskutiert und im Umweltausschuss der Stadt Soest vorgestellt. Die Schüler möchten sich für die weitere Renaturierung zwischen Soest und Hattrop einsetzen.
In dem Projekt haben sich die Schüler intensiv mit dem Thema Gewässerrenaturierung beschäftigt und an einem lokalen Beispiel aufgezeigt, dass sich die Gewässergüte und die Gewässerstrukturgüte schon kurz nach der Renaturierung verbessert hatte. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich herausgearbeitet, dass zur Erhöhung der Biodiversität und der erforderlichen Reaktion auf Starkregenereignisse eine weitere Renaturierung erforderlich ist. Es wurden Vorschläge erarbeitet, wie die weitere Renaturierung des Gewässers aussehen sollte.

Ein weiteres Projekt des Conrad von Soest Gymnasiums wurde ebenfalls mit 500 Euro ausgezeichnet.

Die Schüler Finn Kortenbusch und Oliver Wendt haben eineinhalb Jahre im Zuge des Biologie-Projektkurses unter der Leitung von Herrn Ulrich Dellbrügger die lokalen Folgen des Klimawandels am Beispiel des Möhnesees untersucht. Im Focus standen die Auswirkungen des Niedrigwassers im Jahre 2018 infolge der Dürreperiode auf die Ökologie des Möhnesees.

Nachgewiesen werden konnten durch Untersuchungen der Schüler quantitative Einbußen beim Stauinhalt sowie bei den Fisch- und Muschelbeständen. Durch die Untersuchungen konnten die Schüler nachweisen, dass die Gewässergüte sich nicht verschlechterte und die Artenvielfalt der Fische sogar gestiegen ist. Eine Zunahme von wärmeliebenden Arten lässt sich beobachten. Dennoch war ein verminderter Zugvogelbestand infolge des reduzierten Nahrungsangebotes durch das Muschelsterben von 2018 erkennbar.
Die Häufung von Extremwetterereignissen wie die Dürre 2018 als auch der relative trockene Sommer 2019 und das trockene Frühjahr 2020machen deutlich, wie sensibel die Ressource Wasser auf Veränderungen reagiert. Mit dem Projekt rufen die Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser beziehungsweise mit dem Ökosystem Möhnetalsperre auf. Sie stellen die Wichtigkeit der Erhaltung der lokalen Vielfalt und Natur auch für die nachfolgenden Generationen heraus.

Die Schüler haben sich intensiv mit dem Klimawandel beschäftigt und neben einer Literaturrecherche auch umfangreiche Untersuchungen vor Ort am Möhnesee und den umgebenden Fließgewässern Heve und Große Schmalenau durchgeführt. Die Ausarbeitung ist gut und differenziert aufbereitet. Im Rahmen des Projektes wurde auch ein Modell zur Simulation der Wasserstandsveränderungen der Möhnetalsperre erarbeitet. Die Arbeit wurde in 2020 öffentlichkeitswirksam in der Presse und im LIZ vorgestellt. Das Thema ist äußerst aktuell und das Beispiel aus der Region ist sehr gut gewählt.

Die Schüler haben sich mit dem Projekt an weiteren Wettbewerben beteiligt und sind ausgezeichnet worden: Jugend forscht 2020, Bundesumweltwettbewerb.
 

 
 
 

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