Conrad-von-Soest-Gymnasium


 

Convos aktuell

"Wir können die Vergangenheit nicht einfach abschütteln und vergessen"

Salomon Perel auf der Bühne der prall gefüllten Convos-Aula

Salomon Perel erzählte seine Lebensgeschichte

Der Soester Anzeiger berichtete am 13.09.2017:

"Ein letzter Zeitzeuge

Holocaust-Überlebender Salomon Perel erzählt seine Lebensgeschichte am Convos

SOEST - Als einer der wenigen noch verbleibenden Zeitzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus kam der Holocaust-Überlebende Salomon Perel gestern mit einem ganz wichtigen Appell in die Aula des Conrad-von-Soest-Gymnasiums. "Wir können die Vergangenheit nicht einfach abschütteln und vergessen. Diese Fehler dürfen nicht wiederholt werden und ihr seid jetzt diejenigen, welche diese Botschaft weitergeben."

Schulleiter Andreas Heihoff hatte den in Braunschweig geborenen Perel zusammen mit der Friedrich Naumann-Stiftung zum zweiten Mal ins Convos eingeladen. Dort erzählte Perel seine unglaubliche Lebensgeschichte, wie er als jüdischer Hitlerjunge dem sicheren Tod entkam.

Schüler vom Convos, aber auch von anderen Soester Schulen wie dem Aldegrever-Gymnasium, dem Hubertus-Schwartz- und Börde-Berufskolleg, der Hannah-Arendt-Gesamtschule und auch einige auswärtige Gäste hörten aufmerksam und gespannt dem 92-Jährigen zu.

Während des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion wurde Perel von den Nationalsozialisten gefangen genommen, gab sich als Volksdeutscher aus und verbarg so seine jüdische Identität, um dem Tod zu entkommen.

Diese Erzählungen aus erster Hand beeindruckten auch die 17-Jährige Marlene vom Hubertus-Schwartz-Berufskolleg. Sie wusste bereits durch den Unterricht viel über das Thema. "So eine Schilderung von Jemandem, der diese Zeit miterlebt hat, ist etwas ganz Besonderes und sehr informativ", findet die Schülerin. Gerade aufgrund seiner detaillierten und persönlichen Erzählungen hörte der ganze Saal gespannt zu. Auch Leonard vom Börde-Berufskolleg, der den Film über Salomon Perel bereits gesehen und das Buch dazu gelesen hatte, fand den Vortrag sehr interessant und ließ sich danach sein Buch signieren.

Im Vorfeld der Veranstaltung legten die Schulen Wert darauf, das Thema des Nationalsozialismus auch im Unterricht anzusprechen, wie die 18-Jährige Nicole vom Hubertus-Schwartz-Berufskolleg berichtete. Der Vortrag von Perel sei aber weit über die inhalte des Schulunterrichts hinausgegangen, denn durch die spannenden Erzählungen sei das Thema noch einmal ganz anders rüber gekommen und habe sie besser erreicht. (ls)"

13.09.17



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