Conrad-von-Soest-Gymnasium


 

Convos aktuell

Dem Biber auf der Spur

Text und Bild: Soester Anzeiger

Die Bio-AG des Conrad-von-Soest-Gymnasiums bereichert die Ausstellung „Lebendige Gewässer“

Der Soester Anzeiger berichtete:

Im Lebensraum des Bibers


Wanderausstellung „Lebendige Gewässer“ im Kreishaus eröffnet


KREIS SOEST  „Wir haben diese Ausstellung hierher ins Kreishaus geholt. Ich bin richtig glücklich, dass diese wertvolle Ausstellung hier ist“, freute sich am Donnerstagnachmittag Birgit Langner von der BUND-Kreisgruppe sichtlich. Kurz zuvor hatten Kreisdirektor Dirk Lönneke und Eva Pier von der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) die Wanderausstellung „Lebendige Gewässer in NRW“
im Foyer des Kreishauses offiziell eröffnet.

Konzipiert wurde die Ausstellung von der NUA in Zusammenarbeit mit dem NRWUmweltministerium.
Große Schautafeln, Modelle, Filme und interaktive Lernstationen zeigen die Vielfalt der Bäche und Flüsse im Land und thematisieren, wie wichtig Gewässerschutz und Renaturierungsmaßnahmen für die heimische Flora und Fauna ist. Dabei wendet sich die Ausstellung an Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Ergänzt wird die Ausstellung, die bis zum 11. März gezeigt wird, auch von zahlreichen Veranstaltungen wie Vorträgen, Exkursionen und Führungen durch die Ausstellung, von denen die meisten der BUND organisiert.

Birgit Langner hat einen engen Draht zur Biologie-AG des Conrad-von-Soest-Gymnasiums. Sie fragte kurzerhand an, ob die AG sich beteiligen wolle, diese stimmte spontan zu und stellte die Rückkehr des Bibers an die Lippe in den Mittelpunkt. „Mit der AG sind wir zur Lippe gefahren, haben dort nach Spuren des Bibers gesucht und auch gefunden“, berichtet Lehrer Ulrich Delbrügger, der die Bio-AG betreut. Zusammen mit einem Mitarbeiter der ABU untersuchten die Jugendlichen die Heimat des Bibers und entdeckten Spuren, wo sich das Tier seine Biberburg gebaut hat. „Der Biber lebt in der Böschung, seine Spuren, umgelegte Baumstämme kann man gerade im Frühjahr, bevor noch nichts grünt, erkennen“, so Dellbrügger.

Die Schüler entdeckten neben durchgenagten Baumstämmen auch eine Biberrutsche – ein bestimmtes Gefälle zum Fluss hin, über das das große Tier sich Nahrung und Baumaterial beschafft. Er befördert die Baumstämme ins Wasser, die über den Winter feucht bleiben und dem Biber durch die Rinde Nahrung liefert. Um das Leben des Bibers anschaulich darzulegen, bauten einige Schüler der Bio-AG ein Modell einer Biberburg im Maßstab 1 zu 3. „Das Modell zu bauen, war gar nicht so schwierig, das haben wir bei mir in der Garage aus Bauschaum, Rinden und Ästen gebaut“, erzählt Elias Räker aus der neunten Klasse. Geholfen haben ihm dabei Lars Kemper, Eric Goeke und Tobias Böttiger. Ellen Löbel hat einen „Biber“ aus einer Styroporkugel geformt und ihn lebensecht in seine Burg gesetzt. Der Biber, das wissen die jungen Forscher, war seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland ausgestorben. Wegen seines Pelzes war er als Jagdtier sehr beliebt. Erst vor einigen Jahren wurde er an Flüssen wieder angesiedelt und vermehrt sich seitdem wieder.

Die Wanderausstellung „Lebendige Gewässer“, die im April erstmals gezeigt wurde, läuft bis zum 11. März.

Führungen:

Im Rahmen der Ausstellung „Lebendige Gewässer“ werden zahlreiche Vorträge, Exkursionen oder Führungen durch die Ausstellung im Foyer des Kreishauses angeboten. Dazu zählen zum Beispiel Führungen, die der Biologe und Naturschützer Dr. Benno Dalhoff anbietet.
Am Montag, 20. Februar, 10 bis 12 Uhr, und am Dienstag, 21. Februar, 13 bis 15 Uhr, führt Dalhoff Schüler und Kindergärtenkinder durch die Ausstellung. Anmeldungen dafür nimmt Birgit Langner vom BUND unter Birgit. Langner@bund.net entgegegen.
Das ausführliche Programm ist auf der Homepage der BUND-Kreisgruppe Soest unter www.bundsoest.de einzusehen.

17.02.17



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