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Klasse 6a gewinnt erneut den Klassenpreis des Schreibwettbewerbs des Kreises Soest

14. Lese- und Schreibwettbewerb des Medienzentrums: Vizelandrätin Soldat ehrt Siegerinnen und Sieger

Zum 14. Mal richtete das Medienzentrum des Kreises Soest in diesem Jahr seinen Lese- und Schreibwettbewerb aus. Die wortgewandtesten Schülerinnen und Schüler wurden am Samstag, 30. Juni 2018, ausgezeichnet. Im Schreibwettbewerb errang die 6a des Conrad von Soest Gymnasiums den Klassenpreis.

Die stolzen Sieger der 6a!

Im Börde-Berufskolleg gratulierte Vizelandrätin Irmgard Soldat den Preisträgerinnen und Preisträgern und dankte den Schulen für ihr tägliches Engagement in der Lese- und Schreibförderung. „Was Ihr Engagement alles bewirkt, sehen wir jedes Jahr im Lese- und Schreibwettbewerb, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Geschichten vortragen und uns in Gedanken mit auf abenteuerliche Reisen nehmen“, lobte die Vizelandrätin Irmgard Soldat die Leistungen der Kinder und Jugendlichen. Die Schülerinnen und Schüler hätten dabei nicht nur Fantasie und Talent, sondern auch Mut bewiesen, als sie sich dem Urteil der insgesamt 20 Jurymitglieder stellten.

Im Schreibwettbewerb zum Thema „Ein unglaublicher Chat“ überzeugten die Jurymitglieder die Beiträge der Klasse 6a des Conrad von Soest Gymnasiums. Die 25 Mädchen und Jungen wurden daher am Samstag mit dem Klassenpreis geehrt. Einer von ihnen konnte sich zudem über zwei weitere Auszeichnung freuen: In der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen belegte Arne Tillmann mit seiner Chatgeschichte um einen Großvater und seinen Enkel den ersten Platz. Sein Text überzeugte aber nicht nur die Fachjury, sondern auch die Landrätin, die den Schüler zusätzlich mit ihrem Sonderpreis ehrte.

Die Schülerinnen und Schüler hatten den Preis schon im vergangenen Jahr gewonnen und schrieben und überarbeiteten ihre Texte zum Thema „Freundschaft“ in diesem Jahr im Deutschunterricht bei ihrem Lehrer Herrn Klammt umso eifriger.

Für den passenden musikalischen Rahmen sorgten die Auftritte der Schülerband des Lippe-Berufskollegs, die Cool Cats And Chorus. Der Sportmoderator und Kinderbuchautor Ulli Potofski führte wie schon in den Vorjahren kurzweilig und unterhaltsam durch den Vormittag.

Den Lese- und Schreibwettbewerb richtet das Medienzentrum jedes Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Bildungsregion und dem Schulamt für den Kreis Soest aus.

 

Arnes Siegertext:

Der Zwei-Generationen-Chat von Arne Tillmann (Klasse 6a)

Opa: Hi Kleiner! Was war heute vor einem Jahr so spektakulär? Erinnerst du dich?

Ich: Irgendwas Cooles?

Opa: Und wie! Komm schon, denk nach!

Ich: Warte! Ich komm drauf! War das nicht dein Geburtstag, an dem wir extra die weite Strecke angereist sind, und an dem du von uns ein Handy bekamst? Was hast du zuerst geschimpft über das Geschenk…!

Opa: Ja! Nichtsnutziges Ding! Was sollte ich auch damit?

Ich: Das hab‘ ich dir ja dann gezeigt. Schon beim Abendessen hab‘ ich dir das chatten beigebracht.

Opa: Anfangs war ich etwas unbeholfen mit meinen dicken Wurstfingern, was?

Ich: Zuerst hab‘ ich dir alles eingerichtet und als einzigen Kontakt mich eingefügt. Als du den ersten Text erfolgreich abgesendet hattest, sehe ich heute noch dein Gesicht vor mir, als du wie ein Honigkuchenpferd gestrahlt hast.

Opa: Und ich weiß noch, wie ich mich darüber geärgert habe, dass du so ein trotteliges Foto von mir als Profilbild eingestellt hast.

Ich: Ach, komm! Schwamm drüber! Das ist doch jetzt schon ein Jahr her.

Opa: Aber von da an ging´s ab! Mein Handy lief heiß. Endlich war ich immer irgendwie nah bei dir, obwohl du in einer anderen Stadt weit weg wohnst.

Ich: Und wie! Du hast als Erster erfahren, dass mein Team 27:16 beim Handball gewonnen hat.

Opa: Ja! Das war erste Sahne!

Ich: Erinnerst du dich auch an die anderen Tage? Ich hatte Streit mit Freunden, z.B. mit Max. Da flogen vielleicht die Fetzen…

Opa: Bin ich froh, dass ich damals dann für dich da sein konnte und dir zuhören konnte. Zwar nur am Handy, aber immerhin.

Ich: Hey! Weißt du was total abgefahren war? Die Geschichten aus deiner Kindheit in einem kleinen Dorf. Fast jede Woche eine neue Geschichte. Das war alles so anders, als du ein Junge warst.

Opa: Hätte ich wohl sonst jemals Zeit gefunden, dir meine Geschichten zu erzählen? Das hat mir so viel Freude gemacht.

Ich: In dieser Zeit sind wir richtig gute Freunde geworden!

Opa: Ja, wie wertvoll! Und alles begann mit diesem kleinen Handy.

Ich: Diese Zeit war mega! Bis auf den einen Abend …

Opa: Hm? Was meinst du?

Ich: Wir haben noch vor dem Abendbrot gechattet. Eigentlich wollten wir uns nach dem Essen noch weiter unterhalten. Aber ich konnte dich nicht mehr erreichen. Du hast nicht mehr geantwortet und warst auch nicht mehr online. Mann! Du hast mir voll den Schrecken verpasst!

Opa: Hör bloß auf! Du meinst doch nicht etwa den Abend, an dem ich rücklings die Treppe runterstürzte? Oma rief sofort den Notarzt, und ich wurde blitzschnell abtransportiert. Sie haben mich noch in derselben Nacht notoperiert.

Ich: Bis zum nächsten Morgen hab‘ ich nichts von dir gehört. Mensch Opa!

Opa: Ich war völlig beduselt durch die Vollnarkose. Zum Glück schmuggelte Oma das Handy auf die Intensivstation. So konnte ich dir wenigstens am nächsten Morgen von meinem Unglück erzählen.

Ich: Da wusste ich endlich Bescheid. Zum Glück hatte ich dir vorher das Chatten beigebracht. Muss los. Mama ruft. Abendessen. Bis morgen.

Opa: Hier duftet´s auch lecker. Ich bin schon weg…